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Berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge (BAF)

Unter der Abkürzung BAF versteht man Klassen, die mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 für „berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge“ an ausgewählten bayerischen Schulstandorten eingerichtet und mit Mitteln des ESF (Europäischer Sozialfond) gefördert wurden.

Informationen zur Neuaufnahme von BAF-Bewerbern 2016/17

Hauptziel ist die Vorbereitung der Schüler auf den deutschen Ausbildung- und Arbeitsmarkt, um eine optimale Integration in das gesellschaftliche Leben zu ermöglichen. Dabei soll die individuelle Förderung den Schülern den Weg öffnen, den sie nach ihren persönlichen Fähigkeiten und Interessen anstreben.

Erste Erfahrungen

Bisher sind die Erfahrungen äußerst positiv. In der Regel sind die Schüler sehr interessiert und bringen sich, trotz meist erheblicher Sprachprobleme, gut in den Unterricht ein. Hilfestellungen werden stets dankbar angenommen.

bafkchin_1Allerdings ist zu betonen, dass nur durch das intensive, persönliche Engagement der beteiligte Lehrkräfte ein ordentlicher Unterrichtsbetrieb erfolgen kann. Dies beginnt schon mit der Organisation der Anfahrt, geht über die Verpflegung der Schüler weiter bis hin zur Beschaffung von Arbeitsbekleidung für die Werkstätten sowie medizinischer Betreuung, zum Beispiel bei Dialysepatienten.

Alles deutet darauf hin, dass das Projekt ein echter Erfolg wird und die Asylbewerber und Flüchtlinge eine reelle Chance bekommen, zeitnah und nachhaltig auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können; entweder hier in Deutschland oder aber auch in Zukunft in ihrem Heimatland.

Organisation des Unterrichts

Die Beschulung in den BAF-Klassen findet an jedem regulären Schultag fünf Stunden statt, also 25 Stunden pro Woche. Dabei gibt es keine klassischen Berufsschulfächer, sondern der Fokus liegt auf dem Spracherwerb sowie auf Elementen aus der Mathematik und Sozialkunde. Aber auch die ethische Bildung und Sport gehören dazu. Nachdem es keinen Lehrplan gibt, entscheiden die Lehrerteams eigenverantwortlich über die individuelle Unterrichtsgestaltung. Hierfür gibt es regelmäßige Teambesprechungen, bei denen auch die individuellen Bedürfnisse der Schüler Berücksichtigung finden sollen: Immerhin sind viele der Schüler unbegleitet, haben zum Teil eine Odyssee der Flucht hinter sich gebracht, was wiederum zu Traumatisierungen führen kann und bedürfen intensiver pädagogischer Begleitung, welche an einer Berufsschule üblicherweise nicht anfällt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Infoflyer 2015
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