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Berufsintegrationsklassen (BIK)

Die Bezeichnung „Berufsintegrationsklasse“ (BIK) ist ein Überbegriff für die eingerichteten schulischen Angebote für Seiteneinsteiger ohne oder nur mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen. Berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge sowie EU-Ausländer und Angehörige von Drittstaaten werden im Vollzeitunterricht auf eine Berufsausbildung bzw. eine Berufstätigkeit vorbereitet.

Die BIK 1-Klassen sind Vorklassen zum Berufsintegrationsjahr und dienen der intensiven sprachlichen Förderung. Im Anschluss daran sollen die Schüler die BIK 2-Klassen (Berufsintegrationsklassen) besuchen.

Die Bezeichnung „Deutschklasse an Berufsschulen“ (DKBS) ist ein Überbegriff für die eingerichteten vollschulischen Angebote für Berufsschulpflichtige, die während des Schuljahres nicht in reguläre Berufsintegrationsklassen (BIK) aufgenommen werden können und/oder einen Alphabetisierungsbedarf aufweisen. Sie dienen der Überbrückung der Zeit bis zum Beginn der Berufsintegrationsvorklassen bzw. Berufsintegrationsklassen und sind in der Regel bis zum Schuljahresende eingerichtet. Im Anschluss daran sollen die Schüler voraussichtlich eine BIK 1-Klasse (Berufsintegrations-Vorklasse) besuchen.

Aktuelles
Projekttag “BIK-Einblicke in den Berufsschulalltag”

Neuaufnahme der Berufsintegrationsklassen (BIK) zum Schuljahr 2018/19

Weitere Informationen zur Neuaufnahme

Hauptziel ist die Vorbereitung der Schüler auf den deutschen Ausbildung- und Arbeitsmarkt, um eine optimale Integration in das gesellschaftliche Leben zu ermöglichen. Dabei soll die individuelle Förderung den Schülern den Weg öffnen, den sie nach ihren persönlichen Fähigkeiten und Interessen anstreben.

Erste Erfahrungen

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Bisher sind die Erfahrungen äußerst positiv. Die Schüler sind in der Regel sehr interessiert und bringen sich, trotz meist erheblicher Sprachprobleme, gut in den Unterricht ein. Hilfestellungen werden stets dankbar angenommen.

Allerdings ist zu betonen, dass nur durch das intensive, persönliche Engagement der beteiligten Lehrkräfte ein ordentlicher Unterrichtsbetrieb erfolgen kann. Dies beginnt schon mit der Organisation der Anfahrt, geht über die Verpflegung der Schüler weiter bis hin zur Beschaffung von Arbeitsbekleidung für die Werkstätten sowie medizinischer Betreuung, zum Beispiel bei Dialysepatienten.

Alles deutet darauf hin, dass das Projekt ein echter Erfolg wird und die Asylbewerber und Flüchtlinge eine reelle Chance bekommen, zeitnah und nachhaltig auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können; entweder hier in Deutschland oder aber auch in Zukunft in ihrem Heimatland.

Organisation des Unterrichts 


Die Lehrkräfte in den Berufsintegrationsklassen 2019/2020

An der Franz-Oberthür-Schule sind derzeit (ab Mai 2018/2019) acht Klassen für Geflüchtete eingerichtet, drei BIK1-Klassen, drei BIK2-Klassen (eine wird als Quali-Klasse geführt) sowie zwei Deutsch-Klassen Berufsschule (DK-BS). An einer weiteren beruflichen Schule in Würzburg sind zum Schuljahr 2018/2019 weitere Berufsintegrationsklassen eingerichtet worden. Ergänzend hierzu wird eine einjährige Berufsintegrationsklasse für Förderschüler an der Don-Bosco-Förderberufsschule Würzburg angeboten. Die Beschulung in den Berufsintegrations-Vorklassen (BIK1-Klassen) umfasst insgesamt 25 Stunden pro Woche und findet in den Räumlichkeiten der Franz-Oberthür-Schule statt.
Die Berufsintegrationsklassen (BIK2-Klassen) werden zur Hälfte von der Franz-Oberthür-Schule in unseren Räumlichkeiten unterrichtet und in der übrigen Hälfte von einem Kooperationspartner betreut  (derzeit HWK Service GmbH Würzburg). Die Deutschklasse Berufsschule DK-BS1A wird seit Schuljahresbeginn 2018/2019 im Rahmen von 25 Stunden pro Woche von Lehrpersonal der Franz-Oberthür-Schule sowie des Kooperationspartners Kolping Akademie Würzburg in unseren Räumlichkeiten beschult, wohingegen die seit Mai 2019 eingerichtete Deutschklasse Berufsschule DK-BS1B zwei Wochentage an der Franz-Oberthür-Schule und die restlichen drei Wochentage beim Kooperationspartner bfz Würzburg unterrichtet und betreut werden. Alle Klassen sind in der Vollzeitbeschulung. Der Unterricht folgt dem Lehrplan für die Berufsintegrations- und Sprachintensivklassen (Stand Juli 2017). Gegenstand des Unterrichts sind folgende sechs Lernbereiche:

• Spracherwerb Deutsch (Basislehrplan Deutsch)
• Bildungssystem und Berufswelt
• Mathematik
• Ethisches Handeln und Kommunikation
• Sozialkunde
• Ergänzender Lernbereich Alphabetisierung

Der Erwerb der deutschen Sprache findet im Sinne eines handlungsorientierten Sprachunterrichts beziehungsweise sprachsensiblen Fachunterrichts im Kontext der anderen Lernbereiche statt und ist somit eine Querschnittsaufgabe des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler, die noch nicht in lateinischer Schrift alphabetisiert sind, werden zunächst alphabetisiert. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen, die sie nicht nur handlungsfähig machen, sondern die auch zu ihrer Persönlichkeitsbildung beitragen. Sie werden befähigt, in ihrer neuen Lebenswelt zu agieren und mit kulturellen, religiösen, gesellschaftlichen, fachlichen und persönlichen Differenzen umzugehen und persönliche Ressourcen gewinnbringend einzubringen. Dies sichert ihre Teilhabe am beruflichen, gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Leben in Deutschland. Das erklärte Ziel ist die Erlangung des Mittelschulabschlusses, mindestens mit dem Sprachniveau B1. Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird das Sprachniveau durch ein DSDI Pro-Zertifikat nachgewiesen, das an der Franz-Oberthür-Schule erworben werden kann. Im laufenden Schuljahr 2018/2019 bieten wir in Abstimmung mit dem Schulamt Würzburg und in Kooperation mit der Mönchbergschule Würzburg einer BIK2-Klasse als außergewöhnliche Qualifikation die Quali-Prüfung an.

 

Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“

An 21 bayerischen Berufsschulen ist das Modellprojekt „Perspektive Beruf für Asylbewerber und Flüchtlinge“ eingerichtet worden.logo-perspektive-beruf In einem vierjährigen Projektzeitraum steht die Entwicklung und Erprobung von wirksamen Konzepten und Instrumenten zur Unterrichtung und Förderung von jugendlichen Asylsuchenden und Flüchtlingen in allen Formen der Berufsintegrationsklassen zur optimalen Vorbereitung der Schüler/innen auf eine Berufsausbildung oder einen anderen anschließenden Ausbildungsweg im Fokus. Die Franz-Oberthür-Schule ist eine von zwei beteiligten Schulen aus Unterfranken.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Infoflyer 2017
Bewerbungsbogen