Der Beruf ist das Rückgrat des Lebens

Franz-Oberthür-Schule verabschiedet 374 Schüler

Feierliche Überreichung der Abschlusszeugnisse

Schulleiter OStD Gerhard Schenkel begrüßte die Gäste zur Abschlussfeier der Berufsschule in der gut gefüllten Aula der Franz-Oberthür-Schule. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ließen es sich nicht nehmen, den 374 Auszubildenden die Ehre zu erweisen, die in diesen Tagen ihre Berufsausbildung abschließen und nun ihr Zeugnis der Berufsschule erhalten sollten. 359 hiervon erhielten ihr Abschlusszeugnis.
Dies sei eine hervorragende Quote, so Schenkel. Er gratulierte den Absolventen und rief sie auf, für die Grundrechte und das Grundgesetz einzustehen. Dies sei sehr wichtig, da man in der heutigen schnelllebigen Zeit schnell den Halt verlieren könne.

Bürgermeister Dr. Adolf Bauer grüßt die Absolventen

StRin Marie-Theres Gräf und und FL Dennis Scharf führten routiniert und charmant durch das Programm.

Bürgermeister Dr. Adolf Bauer forderte die Absolventen in seinem Grußwort auf, sich nach diesem erreichten Meilenstein neue Ziele zu setzen und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen: „denn wer sich Ziele setzt, verläuft sich nicht.“ Jetzt sei es aber erst einmal Zeit, sich über das Erreichte zu freuen.

Paul Lehrieder (MdB) bezeichnete den Beruf als „das Rückgrat des Lebens“ und zitierte damit Friedrich Nietzsche. Die Absolventen hätten nun einen wichtigen Schritt in ihrem Leben gemacht, sollten damit jedoch nicht aufhören, neugierig zu sein. Dies sei gerade in Zeiten der Digitalisierung und des Fachkräftemangels sehr wichtig. Er gratulierte den Absolventen und dankte den Eltern, Ausbildern, Lehrern und allen an der Ausbildung beteiligten Personen für ihren Einsatz.

Gute Tradition ist es, dass im Rahmen der Abschlussfeier Schüler ihren eigenen Ausbildungsberuf vorstellen. Nils Crahay und Eray Aydogdu stellten die Anforderungen und die Inhalte der Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker der Fachrichtung System- und Hochvolttechnik vor und gingen dabei besonders auf das überaus vielseitige Aufgabenfeld dieses Ausbildungsberufs ein.

Marco Preuß, Absolvent der Technikerschule, referiert über die umfangreichen Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Berufsausbildung

Ebenfalls herzliche Glückwünsche überbrachte der ehemalige Schüler der Technikerschule für Elektrotechnik Marco Preuß.

Er zeigte auf, dass nach der Berufsausbildung keineswegs „Schluss“ sein muss, sondern dass sie die Basis für eine sehr erfolgreiche berufliche Weiterbildung sein kann. Er zeigte hierfür seinen eigenen Werdegang über Berufsausbildung, Berufstätigkeit im Handwerk, Techniker-Weiterbildung an der Franz-Oberthür-Schule, Bachelor-Abschluss bis hin zur Ingenieurstätigkeit in der Industrie auf.

Goldschmied Laurens Seidel freut sich über den Geldpreis der Regierung und des Fördervereins

Der Vorsitzende des Fördervereins Peter Wolf überreichte mit seiner Stellvertreterin Fau StDin Sylvia Franz-Burger den Geldpreis der Regierung über 75,- Euro, der vom Förderverein auf 250,- Euro aufgerundet wurde. Diesen erhielt in diesem Jahr Laurens Seidel, Goldschmied bei der Venezianischen Goldschmiede in Bamberg.

Im Anschluss nahmen Schulleiter OStD Gerhard Schenkel und die stellvertretenden Schulleiter StD Ralf Geisler und Janina Seyler die Ehrung der Abschlussbesten vor.

Über einen Notendurchschnitt besser als 1,5 konnten sich 39 Schüler/-innen freuen. Elf Schüler/-innen schafften gar das Traumergebnis von 1,0.

359 Schülerinnen und Schüler erhielten ihr Abschlusszeugnis der Berufsschule. Sie absolvierten eine Ausbildung als Fleischer/in, Fleischereifachverkäufer/in, Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin, Mediengestalter/in, Informations- und Telekommunikationselektroniker/in, Mechatroniker/in Elektroniker/in für Betriebstechnik, Elektroniker/in für Energie und Gebäudetechnik, Feinwerkmechaniker /in, Goldschmied/in, Industriemechaniker/in, Kfz-Mechatroniker/in Pkw-Technik, Kfz-Mechatroniker/in System- und Hochvolttechnik, Anlagenmechaniker/in Sanitär Heizung Klima, sowie Technische Produktdesigner/in.

Für die abwechslungsreiche musikalische Gestaltung der Veranstaltung sorgte schwungvoll wie gewohnt die Bigband des benachbarten Matthias-Grünewald-Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Konstantin Scharnagl. Im Anschluss waren die Absolventen mit ihren Eltern, Freunden, Ausbildern und Lehrern zu einem kleinen Stehempfang geladen. Hier bot sich die Gelegenheit zum Gespräch über die zurückliegende Ausbildung und den weiteren beruflichen Weg.

Datum: 05.02.2020
Text: Anselm Rost
Bilder: Wolfgang Denninger